Fragmente aus Bistrot du coin


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Rue du Commerce

Die Tristesse sitzt im Eck, sie trinkt heissen Cacao. Am Piano, zu laut, spielt der Einäugige Blues.
Sie summt leise dazu, wiegt dabei ihren Kopf. Man munkelt, sie wäre zu haben für Geld.

Die Geschäfte geh'n schlecht, sie ist meistens allein. Nur selten verirrt sich ein älterer Herr. Das schüttere Haupthaar gescheitelt, gewachst. Ein wenig zu reif für den schmachtenden Blick.

Sie steht plötzlich auf, fällt in wiegenden Gang. Das Kleid ist zu eng, mit zwei Fransen am Saum.

Der Kellner verkneift sich ein Grinsen, kassiert. Die Münzen penibel nach Größe gruppiert. Die Tür pendelt noch, da steht der Herr auf. Madame auf dem Gehweg, sie dreht sich halb um. Zupft wieder am Kleid, geht dann weiter nach links.