Elle


Elle - Sie. Sie, die meine Gedanken lenkt, besser: Frau Biber in meinem Kopf, die Bäume fällt, bekannte Abläufe versiegen lässt, damit der Strom meiner Gedanken und Gefühle wieder und wieder neu mäandert.

elleSie war da. Gestern, vorgestern, und ich glaube auch schon vorher, irgendwann sicher. Verkleidet war sie, so wie sie sich immer verkleidet, sich neu erfindet und ihre Hülle wechselt wie die Charaktere, die sie ständig neu annimmt.

Sie war blond, brünett, schwarz- oder rothaarig. Sie sprach mit Akzent oder glasklar, oft in einer fremden Sprache und schrieb -manchmal- Zeilen, die mir den Schlaf mehrerer Nächte raubten und jederzeit wieder rauben können.

Worte und Zeilen, während das gesprochene Wort so flüchtig wirkt, wie ein mit wehender Mähne vorbeigehendes Parfum auf der vom Mistral gelüfteten Canébière, füllen manche Zeilen ganze Seen.

Zeilen lassen nicht nur einen Film entstehen, sie bringen auch immer ihre ganz eigene Musik mit. Ich lese sie, summe sie, bewege dazu manchmal meine Hand, als würde ich ein Orchester dirigieren.

Elle - sie war, sie ist, sie bleibt... eine Symphonie.