Monologe
Zwiegespräche, irgendwo an einer Theke, den Spiegel und ein paar halbvolle Gläser nie ganz aus den Augen verlierend.
Manchmal hört jemand zu, oder tut zumindest, als würde er es tun. Sein trüber Blick verliert sich wie der eigene in der Tiefe des Spiegels und für Sekunden glaubt man die Melancholie zu teilen, wie Freunde ein Stück Brot teilen.
Monologe sind sich selbst genügende Vorträge vor einem imaginären Publikum, sind Trauer, sind Leid, sind Hoffnung. Sie sind die Suggestion, nicht ganz alleine zu sein.