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Kategorie: Buenos Aires / Montevideo

Samstag, 24.1.

Samstag, 24.1.

Stolpersteine Was bei uns die Stolpersteine aus Messing sind, die an die ehemalige Wohnstatt jüdischer Mitbürger und anderer von den Nationalsozialisten Vertriebener und Ermordeter in den Gehweg gelassen werden, sind hier die bunten Mosaiktafeln. Man findet sie überall in der Stadt, teils im Boden eingelassen, teils in Häuserwände. Der Wortlaut für diese Opfer des Staatsterrors, wie es hier genannt wird, ist dabei immer gleich, es wechseln lediglich Name und Datum. 2026 jährt sich die Machtergreifung der Militärjunta unter General Videla…

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Freitag, 23.1.

Freitag, 23.1.

El Ateneo Das ehemalige Theater, sehr zentral gelegen an der Ava. Santa Fé, beherbergt nunmehr ein großes Buchgeschäft. Die Bühne ist zu einem Café umgestaltet worden, selbst ein klappriger Flügel steht irgendwo herum, dürfte allerdings vor allem Deko sein. Es gab durchaus auch Menschen, die im Geschäft etwas gekauft oder es sich nur in einer der Logen zum Lesen gemütlich gemacht hatten. Mehr als zwei Drittel allerdings versuchte die Kulisse und ihre jeweilige Begleitung hinter die kleine Smartphonelinse zu bannen….

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Donnerstag, 22.1.

Donnerstag, 22.1.

Puerto Madero Stillgelegter Frachthafen und Speicherstadt treffen auf  funkelnde Wohn- und Bürotürme, treffen auf ausgedehnte Grünflächen, Naherholungsgebiet und Bioreservat. Restaurants und Kneipen, 7×7, von after-work bis so spät, dass es bereits früh ist. Man läuft von dort sechs oder sieben Blocks und steht bereits in San Telmo mit seinen Kneipen und Museen und der calle Defensa, die lt. dem britischen Magazin „Time Out“ zu den coolsten Straßen der Welt zählt. Wo nicht nur Immobilien, sondern 1, 2 und Dreizimmerwohnungen zur…

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Mittwoch, 21.1.

Mittwoch, 21.1.

Museo de Arte Contemporano y Museo de Arte Moderno Das Museum für Zeitgenössische Kunst hatte noch geschlossen, also gingen wir in das Museum für Moderne Kunst nebenan. Der Bau stammt aus 1954, das sieht man ihm auch an und dass der Parkettboden schwimmend verlegt ist, erspürt sich mit jedem Schritt. Der Eintritt war frei, doch bald sollten wir das Zusammentreffen von Gratis und Umsonst hautnah erleben. Die Treppe hoch in den ersten Stock, da war dann erst einmal Schluss und…

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Dienstag, 20.1.

Dienstag, 20.1.

La vie bourgeoise Busse fahren im Minutentakt, was dazu führt, dass schon mal drei oder gar vier Busse der selben Linie hintereinander an der Ampel stehen und die Haltestelle anfahren. Speziell auf den Linien in und nach Recoleta präsentieren sie sich farbenfroh und blankgeputzt. Schon von weitem kann man die Linie an der Busfarbe und  den großen Zahlen erkennen. Gerade diese Kombination erinnert einen sofort an die Einarmigen Banditen in Las Vegas. Die Busse fahren rund um die Uhr, im…

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Montag, 19.1.

Montag, 19.1.

Buquebus retorno Hatten wir am Samstag bei einem Spaziergang gut zwei Drittel dessen, was auch nur ansatzweise interessant sein könnte, gesehen, war nach einem guten Stündchen Sonntagsspaziergang auch der Rest eingetütet. Wobei das auch hauptsächlich der noch ausstehende Teil der Strandpromenade war. Nach drei Stunden hat man auch alles -und aus jeder Richtung- fotografiert, was irgendwie ein Foto wert wäre. Es gab ein paar zerfetzte Verpflegungszelte vom Samstagnachtspektakel, weil der Wind doch ganz schön blies und es abgekühlt hatte. Das…

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Samstag / Sonntag 17. / 18.1.

Samstag / Sonntag 17. / 18.1.

Punta del Este Das Finisterre von Uruguay. Der äußerste Punkt, eine Landzunge vor der Kleinstadt Maldonado und mittlerweile selbst ein großer Ort. Luxuriöse, meist  unbewohnte, sterile Anwesen und viele Apartmenthäuser, gerne auch mal als Turm und nicht gerade hässlich. Die Stadt zeigt, dass man durchaus viele Menschen zu Urlaubszeiten unterbringen kann, ohne sie in trostlosen Riesenburgen einzumauern. Samstag im Januar, also richtig Sommer und daher gut besucht, wirkt es aber nie so hektisch und geldgierig wie die Côte d’Azur. Die…

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Freitag, 16.1.

Freitag, 16.1.

Baustellen Wer wissen möchte, wie ein gutes Weißbrot zu sein hat und vor allem, wie man es öffnet, bestreicht und isst, dem sei der Film „Diva“ von Jean-Jacques Beneix  aus den Achtzigern ans Herz gelegt. Richard Bohringer zeigt das an der Krönung der Weißbrotbackkunst, an einem pain parisien, dem Pariser Baguette, dessen Kruste einen Hauch von Teig umhüllt. Die sowohl in Argentinien wie auch in Uruguay angebauten amerikanischen Weizensorten mit ihrem hohen Kleberanteil ermöglichen fluffige Teige die enorm aufgehen und…

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Donnerstag, 15.1.

Donnerstag, 15.1.

Grillen Ein frz. Freund hat mal eine Zeitlang für Elf auf Gasfeldern gearbeitet. Er erzählte mir, dass bei seinen italienischen Kollegen von Agip alle paar Meter ein Espressoautomat gestanden hätte. Das kann man jetzt nicht so einfach verifizieren, aber die Geschichte klingt nett. Was aber stimmt, ist, dass hinter dem „Zeil“ Plakat an der Baustelle ein großer Grill, mit Abzugshaube und deutlich über einem Quadratmeter Grillfläche, fest installiert ist. Daneben stehen auch Hocker und provisorische Tische, auf dem Rost liegt…

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Mittwoch, 14.1. Spät

Mittwoch, 14.1. Spät

Pósitos Liegt an der Ostküste und hat einen schönen Sandstrand. Dieser Teil geht auch offen zum Atlantik hinaus und wir sehen das erste Mal so etwas wie kleine Wellen. Schon die Anfahrt mit dem Linienbus zeigt, dass wir in eine andere Welt abtauchen, kaum dass wir die Hauptstraße, die Ava. De 18 de Julio, überquert haben. Sie teilt die Stadt gewissermaßen in Ost und West und hier im Osten glaubt man sich an der spanischen Küste. Erst das „Scho vengo“…

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Mittwoch, 14.1. Früh

Mittwoch, 14.1. Früh

Libros Wer gerne liest und überdies auch Bücher und Buchläden mag, findet hier sein großes kleines Glück. Ein Buchladen neben dem anderen, über etwa vier Blocks verteilt. Teils mit angeschlossenem Café oder Restaurant, manchmal auch andersherum. Die Auswahl ist groß und gibt man ein Thema an, bekommt man etwas passendes in die Hand gedrückt. Dann dreht der Buchhändler los und bringt im Minutentakt weitere Bücher zum Thema. Jedes aufs einer anderen Ecke seiner 20 bis zur Decke gefüllten Quadratmeter. Schmökern…

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Dienstag, 13.1. Spät

Dienstag, 13.1. Spät

Zisch Der Wiesentäler Kabarettist Volkmar Staub hat einmal eindrücklich beschrieben wie das Hamburger Publikum, kein Wort seines badischen Redeschwalls verstehend, sich gefragt haben muss: wie kann einer der Suaheli spricht nur so weiß sein? So weit möchte ich an dieser Stelle nicht gehen, aber… Mein vor 38 Jahren erlerntes Spanisch hat einen andalusischen Schliff. Das bedeutet: der dort vorherrschende Hang zum Nuscheln harmoniert sehr mit meiner eigenen Art zu sprechen. Auf den Kanaren wurde ich deshalb auch öfter auf das …

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Dienstag, 13.1. Früh

Dienstag, 13.1. Früh

Danke Der Nachfrage. Ein paar Ibus und eine durchschwitzte Nacht haben mich die Malaise vergessen machen lassen. Was Marlis und das iPhone angeht, war es nicht ganz so leicht. Der Schock sitzt tief, da sie den Angreifer noch bemerkt und im selben Augenblick auch gespürt hat, dass da etwas nicht stimmte. Es gibt aber noch eine andere Geschichte und die hat zu tun mit Apple Inc. Ich hatte vor etwa einem Jahr in einem Artikel gelesen, dass Apple den Weltmarkt…

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Montag, 12.1

Montag, 12.1

Francisco Hieß ursprünglich Lopez Marin und wurde 2013 in Dienst gestellt. Der Katamaran trägt etwa 100 Autos und 1000 Passiere und erreicht eine Geschwindigkeit von 58 Knoten, was über 100 km/h entspricht. Die Reisegeschwindigkeit ist etwas geringer. Das Schiff ist damit die schnellste Fähre der Welt und wurden zu Ehren der Papstwahl des Erzbischofs von Buenos Aires umgetauft. Die 200km Luftlinie bewältigt das Bott in 2,5h. Dabei liegt es absolut ruhig. Man hört die Gasturbine und spürt ein feines Rütteln…

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Samstag, 10.1.

Samstag, 10.1.

MALBA – Palermo / La Boca / San Telmo Das MALBA – Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires liegt an der Avenida Figueroa Alcorta im Stadtteil Palermo. Ein modernes Gebäude, das der Geschäftsmann Eduardo Costantini ursprünglich für seine Privatsammlung erbauen ließ. Ohne hier weiter auf die Exponate eingehen zu wollen: es fällt auf, dass eine riesige Lücke von bis in die 30er Jahre und ab Ende der 70er Jahre geborenen Künstler:innen besteht. In diese Phase fallen auch die in…

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Donnerstag, 8.1.

Donnerstag, 8.1.

Eben beginnt unser dritter Tag in Buenos Aires. Wir wohnen in einem ehedem hochherrschaftlichen Haus von 1910. Nach vorne genießt es wie so viele Orte hier den morbiden Charme vergangener Jahre, hinten ist es alt, zerbrechlich, verrostet. Gestern und vorgestern waren wir jeweils in spanischen Lokalen essen. Hier ist alles riesig. Die Lokale mit locker 150 bis 200 Sitzplätzen, alle Plätze sind gedeckt und geschmückt wie die Braut vor der Hochzeit. Es stellt sich heraus, dass die Braut eine alte…

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