Mittwoch, 21.1.
Museo de Arte Contemporano y Museo de Arte Moderno
Das Museum für Zeitgenössische Kunst hatte noch geschlossen, also gingen wir in das Museum für Moderne Kunst nebenan. Der Bau stammt aus 1954, das sieht man ihm auch an und dass der Parkettboden schwimmend verlegt ist, erspürt sich mit jedem Schritt. Der Eintritt war frei, doch bald sollten wir das Zusammentreffen von Gratis und Umsonst hautnah erleben.
Die Treppe hoch in den ersten Stock, da war dann erst einmal Schluss und es bedurfte etwas Geduld, bis uns der Aufzug in den 2. Stock brachte. Dort befanden sich aber nur Ausbildungsräume, immerhin entdeckten wir schließlich die Treppe zurück in den 1. Stock. Von sechs Räumen waren vier wegen Umgestaltung nicht zugänglich, zwei kleine Räume zeigten ein paar Exponate, man war schnell durch.
Im Hochparterre dann die Dauerausstellung der argentinischen Pop-Art Künstlerin Dalila Puzzovio. Ihre Installationen aus den 60ern erinnerten uns fern an VALIE EXPORT. Entfernt, weil deutlich weniger schockierend (für europäische Verhältnisse, damals).
Die Bibliothek hätten wir gerne noch aufgesucht, auch sie war geschlossen; interessant allerdings im U2 eine Performance mit Puppen und dem passenden Video, sehr ansprechend.
Mittlerweile konnte man ins Museum für Zeitgenössische Kunst, was sehr beeindruckend war. Der Neubau hat, obwohl die Räume eher gedrungen sind, etwas Anmutiges, anfangs konnte ich die Exponate mehr als Schmuck des Gebäudes, denn als eigenständige Kunst wahrnehmen.
Der Souvenirs wegen nach San Telmo, das ja direkt anschließt, die sich entwickelnde Tourimeile. Zwar wird man auch schon an jeder Ecke angequatscht und erhält lustige Zettelchen mit verschiedenen Angeboten, einschließlich, Essen Trinken, Musik, Tango, Geldwechsel und wäre ich alleine gewesen, hätte der nette Herr die Aufzählung sicher noch weitergeführt. Das geht alles noch, aber diese Calle Defensa wird sicher bald ähnlich aussehen wie in Paris die rue de Dunkerque, die vom Boulevard Rochechouart zu Sacre Coeur führt.
Die Cruiser sind bereits da und die Nähe zum Hafen ist der Garant für zukünftige Besucherströme. Noch kann man Kunsthandwerk in Qualität kaufen, die Restaurants haben faire Preise und eine leckere Küche. Man schlendert durch die Straßen mit der Vorahnung, dass man sie im kommenden Jahr kaum wiederkennen wird.
Fortsetzung folgt…


















