Samstag / Sonntag 17. / 18.1.

Samstag / Sonntag 17. / 18.1.

Punta del Este

Das Finisterre von Uruguay. Der äußerste Punkt, eine Landzunge vor der Kleinstadt Maldonado und mittlerweile selbst ein großer Ort.

Luxuriöse, meist  unbewohnte, sterile Anwesen und viele Apartmenthäuser, gerne auch mal als Turm und nicht gerade hässlich. Die Stadt zeigt, dass man durchaus viele Menschen zu Urlaubszeiten unterbringen kann, ohne sie in trostlosen Riesenburgen einzumauern.

Samstag im Januar, also richtig Sommer und daher gut besucht, wirkt es aber nie so hektisch und geldgierig wie die Côte d’Azur. Die Preise sind vielleicht 10% über denen in Montevideo, das war es aber auch schon.

Wenn man als Ausländer mit Kredikarte bezahlt, erhält man automatisch die Mehrwertsteuer zurückerstattet, zum Ausgleich geben viele Restaurants und auch Geschäfte 15-25% Ermäßigung beim Bezahlen mit einer lokalen Kreditkarte.

Unser kleines Hotel ist sicher eines der ältesten Gebäude hier in Strandnähe und stammt aus der Zeit, als man den Beton noch per Hand mischte, alle Arten von Altmetall als Armierung verwendete und -deutlicher sichtbar- sich der gesamte Bautrupp die einzige Wasserwaage teilte.

Gleich daneben befindet sich ein kleines Restaurant mit guter, nicht zu üppiger Karte. Das Essen ist köstlich, die Preise OK. Hier haben wir auch den ersten wirklich guten Kaffee / Espresso getrunken. Dass es zufällig ein Kimbo war, ist das Tüpfelchen auf dem i. Ich wäre auch schon mit einem Lavazza zufrieden gewesen.

Wir haben dort auch abends gegessen und festgestellt, dass man hier nicht nur Schuhsohle, sondern richtig gut kochen kann. Generell ist es aber schon sehr fleischlastig, für Vegetarier wird es dünn, Veganer absolvieren hier schnell mal ein Diätprogramm.

Zur Nacht versuchte man uns mit 150 + Beats in den Schlaf zu wiegen, was nicht wirklich gelang. Vielleicht lag es an den 100 Dezibel, vielleicht aber auch, weil die Sängerin noch lauter kreischte, brüllte und schrie, ganz so, als wäre sie selbst ein Opfer der Rhythmusmaschine. Gegen 2h gaben die DJs ermattet auf, wir waren noch wach.

Danach blieben die Gäste wohl noch zum Absacker, es war nicht gerade flüsterleise, man stelle sich einen Stadtteilkindergarten am späten Vormittag vor. Das kommt dem Geräuschpegel recht nahe.

Gegen drei Uhr waren trotz alledem auch wir ermattet, zumal wir uns angestrengt haben und dennoch nicht jedes einzelne Wort aus den verschiedenen Konversationen heraushören konnten.

Um 4h39 zündete die Jugend dann zu unseren Ehren ein mehrminütiges Feuerwerk, bestehend aus Raketen, Böllern und anderen Knallkörpern. Unser Fenster geht zum Hinterhof, obwohl wir also nichts sehen konnten, haben wir dem Spektakel mit weit geöffneten Augen beigewohnt.

Der Sonntagmorgen ist da. Fortsetzung folgt …

 

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